Ja, das hatte man sich anders vorgestellt. Ganz anders! Aber Fußball ist nun mal kein Wunschkonzert. Lichtenberg 47 kam am Gründonnerstag in der heimischen HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ vor 713 Besuchern nicht über ein torloses 0:0 gegen Optik Rathenow hinaus.
Entsprechend gab es lange Gesichter nach dem Abpfiff. „Wir wussten, dass es schwer werden würde. Optik ist ein ähnliches Kaliber wie Neustrelitz. Die Chancen, die wir hatten, hätten wir nutzen müssen. Wir können uns noch bei Wolle bedanken, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist. Wir haben keine optimale Leistung gebracht und die Momente, die wir hatten, nicht genutzt. Wenn man dann mit einem 0:0 rausgeht, ist doch klar, dass man damit nicht zufrieden ist“, so ein enttäuschter Trainer Rudy Raab nach dem Schlusspfiff.
Schon vor dem Anpfiff hatte Lichtenberg mit Besetzungspech zu kämpfen. Magnus Rösner und Richard Ohlow mussten passen. Und zwei Stammspieler zu ersetzen, ist nicht immer ganz einfach. Hätte es besser kommen können? Vielleicht!
Es war die Szene, die an anderen Tagen dafür gereicht hätte, zum Mann des Tages zu werden. 47-Keeper Niklas Wollert entschärfte in Durchgang eins einen Handelfmeter von Rathenows Justin Gerlach und war auch beim Nachschuss zur Stelle (25.).
Wollert hält Handelfmeter von Gerlach
An einem anderen Tag in einer anderen Welt hätte das so etwas wie eine Initialzündung werden können in einer zähen Partie. Die Hoffnung wurde auch zunächst genährt. Beispielsweise vom eingewechselten Carl-Leon Grundmann, der unmittelbar nach der Pause in der besten Phase der Hausherren zwei Mal sich gefährlich dem Tor des Gegners annäherte. Aber eben nur das.

Kein Durchkommen für Sebastian Reiniger & Co. Hier wird „Bobby““ von Rathenow Joshua Batemann gestoppt. Foto: Mike Menzel
Doch es war wie verhext. Egal was man in der Folge versuchte oder tat, das Runde wollte an diesem Gründonnerstagabend einfach nicht ins Eckige. Und wenn doch, wie bei Sebastian Reinigers Kopfball kurz vor Schluss, hatte der Unparteiische was dagegen.
Rathenow bei Kontern immer gefährlich
Zudem mussten die 47er über die ganzen 90 Minuten höllisch aufpassen, dass die wendigen und agilen Offensivkräfte der Rathenower einem nicht noch einen einschenkten. Die forderten Lichtenbergs Abwehr schon und waren ein ständiger Stressfaktor. Alles in allem ein gebrauchter Abend für Lichtenberg 47.
Für Lichtenberg geht es erst nach den Osterfeiertagen weiter. Am darauffolgenden Sonnabend (26. April) erwarten die 47er Anker Wismar in der heimischen HOWOGE-Arena (14 Uhr).
Nachtrag: In einer früheren Version hatten wir geschrieben, dass L47 es nicht mehr in der eigenen Hand hat. Aber durch die sensationelle 0:6-Heimniederlage der Preussen gegen Sparta Lichtenberg ist das Meisterschaftssrennen wieder komplett offen.
Lichtenberg 47: Wollert – El Challouf (64. Graf), Owczarek, Krüger, Noack – Ceesay (82. Grothaus), Becker – Millgramm (73. Zorn), Mattmüller (64. Vogel), Jurschik (46. Grundmann) – Reiniger
FSV Optik Rathenow: Hawwary – Hinze, Bateman, Gerlach, Donner – Solak, Xhaka, Aktürk (79. Abal) – Zié (68. Nafilo), Camara (79. Vincente) – Mantatu
Schiedsrichter: Lukas Eichenberg (SV Bucholz)
Tore: Fehlanzeige
Gelbe Karten: El Challouf, Vogel – Bateman, Zié, Solak, Hinze, Aktürk
Zuschauer: 780
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