Viel fehlte nicht und Lichtenberg 47 wäre von seinem Testspielausflug nach Dresden mit einem Sieg heimgekehrt. Doch kurz vor Ultimo gelang den Sachsen noch der Ausgleich. So endete die Partie zwischen der U21 der Schwarz-Gelben und den 47ern am Ende 1:1.
Wobei das Ergebnis der Partie gegen die Jung-Dynamos eher zweitrangiger Natur war. Wichtig war für den Oberligavize überhaupt in den Wettkampfrhythmus zu kommen. Der Winter macht eine geordnete Vorbereitung ja eher schwierig bislang. Da bot der beheizte Kunstrasenplatz in der Walter-Fritzsch-Akademie beste Bedingungen.
„Wir sind Dynamo sehr dankbar, dass wir diesen Test absolvieren konnten. Der Kunstrasen im BVB-Stadion ist hartgefroren und sehr glatt. Da sind wir heilfroh, dass sich im Training in den Tagen zuvor keiner verletzt hat. Und deshalb hatten wir das Spiel gegen Reinickendorf abblasen müssen. Die kurzfristige Anfrage aus Dresden war da sehr hilfreich. Hier konnten wir auf einem richtig großen Spielfeld ran. Da war man dann also auch taktisch gefragt und nicht gleich bei jedem Schritt sofort in Zweikämpfe verwickelt“, so Trainer Nils Kohlschmidt über das Zustandekommen der Auswärtspartie.
Kurzfristige Anfrage aus Dresden
War natürlich mit ein bisschen Aufwand und dadurch auch Kosten verbunden. Kohlschmidt war dem Verein daher sehr dankbar, dass es seiner Truppe ermöglicht wurde, nach Dresden zu reisen. „Diese Unterstützung ist einfach toll“, so Kohlschmidt.
Der einzige Wermutstropfen aus Lichtenberg Sicht: Das Spiel fand auf Wunsch der Hausherren unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Man wollte offenbar Magdeburg keinerlei Hinweise darauf geben, wer bei den Profis im abendlichen Elb-Clasico in Liga zwei zum Einsatz kommen würde und wer nicht. Denn bei den Jung-Dynamos fanden vier Spieler auf dem Feld, die schon in der 2. Liga gespielt haben und zum eigentlichen Profikader der SGD gehören.
Es wurde in drei Dritteln über 35 Minuten gespielt
Dementsprechend wurde 47 also richtig gefordert in einem Kick, der über 3 x 35 Minuten ging. Die Anfangsphase gehörte Dynamo. Die setzten die spielerischen Akzente. Da waren wir in der Abwehr richtig gefordert, so Kohlschmidt über die Partie.
Nach und nach kam 47 dann aber immer besser in die Partie und konnte den Hausherren Paroli bieten. Folgerichtig auch die Führung im „zweiten Drittel“, als Nick Graupner Luis Millgramm bediente und der kleine Quirl sich gegen zwei Widersacher durchsetzen konnte und aus rund 12 Metern vollendete zur 1:0-Führung (42.).
Erst trifft Millgramm, am Ende die Hausherren
In der folge war es dann eine abwechslungsreiche und offene Partie, in der keiner der beiden Kontrahenten dem Spiel vollends seinen Stempel aufdrücken konnte.
Dynamo hatte dann das bessere Ende für sich oder zumindest ein versöhnliches Ende für sich. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau konnte Noah-Justin Wagner eine Hereingebe von der Grundlinie an Jarmo Cibis vorbei in die Maschen zum 1:1-Endstand drücken (89.).
Nils Kohlschmidt war grundsätzlich zufrieden mit dem Match: „Alle konnten reichlich Minuten sammeln. Und wir wurden gefordert. Und verletzt hat sich auch keiner.“
Lichtenberg spielte mit: Dieseler (70. Cibis) – Goerlitz, Owczarek, Krüger – Graupner (70. Hoffmann), Becker (70. Schroeder), Schock Negrete (53. Ohlow) – Alfer (70. Grothaus), Oglou – Gruber (70. Graf), Millgramm (67. Grießig)
Schiedsrichter: Daniel Schröder (Chemnitz)
Tore: 0:1 Millgramm (42.), 1:1 Wagner (89.)
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