Lichtenberg 47 hat seine weiße Weste bewahrt. Auch im dritten Ligaspiel wurde die Maximalausbeute von drei Zählern eingefahren. Gegen Anker Wismar gab es in einer Partie auf Augenhöhe ein hart umkämpftes 2:1 (1:0) für die Jungs aus dem „Zoschke“. Damit überholten die 47er den Kontrahenten aus der Hansestadt.
Gästetrainer Matthias Fink haderte am Ende mit dem Schicksal. „Diese Niederlage heute tut weh. Wir hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. Aber am Ende fehlte unseren Aktionen nach vorne immer wieder ein bisschen. Sei es der letzte Ball oder das Spielglück. Ich bin superstolz auf mein Team. Auch, weil wir die Partie bis zum Ende offen gehalten haben und nicht wie manchmal in den Vorjahren hier untergegangen sind“, sagte Ankers Trainer.
Sein Gegenüber Rudy Raab wollte da nicht widersprechen. „Ich werde jetzt nicht meckern. Drei Spiele, drei Siege. Aber wie auch in den Spielen zuvor gab es Phasen, wo wir es hätten besser machen können. Wir sind schon nicht gut ins Spiel reingekommen. Anker hat uns vor einige Herausforderungen gestellt und wir mussten heute ein bisschen leiden“, so der 42-Jährige.
Gawe Freistoß lässt das „Zoschke“ jubeln
Dass die 47er nach dem Schlusspfiff nicht mit langen Gesichtern aus der HOWOGE-Arena schleichen mussten, verdankten sie unter anderem einem fantastischen Freistoßtor von Christian Gawe nach knapp einer halben Stunde (31.). Wenn es denn aus dem Spiel heraus nicht klappt, muss halt mal ein Standard herhalten.
Aber auch nach dem zweiten Tor der Hausherren (61.) kehrte nicht wirklich Ruhe ein. John Gruber, der früh für den angeschlagenen Luis Millgramm (Sprunggelenk) eingewechselte wurde, veredelte ein Zuspiel von Sebastian Reiniger. Anker ackerte aber weiter unermüdlich, warf alles nach vorne, schlug Flanke um Flanke in den Strafraum der 47er, die die ganze Zeit auf der Hut sein mussten.
Patamans Anschlusstreffer kam zu spät
Zum Glück gab es nur noch den Anschlusstreffer durch Evgeni Pataman (82.). Die Abwehr der 47er wackelte in der Schlussphase zwar manchmal ein bisschen, aber sie hielt stand. Folglich lobte Raab seine Innenverteidiger Kevin Owczarek und Paul Krüger und hob auch noch Keeper Jonas Dieseler hervor.
Die Partie hätte vielleicht früher schon auf die Seite der Lichtenberger gezogen werden können. Oder zumindest hätte weniger gezittert werden müssen. Allein Leon Alfer traf drei Mal nur das Aluminium (5. Pfosten, 39. Pfosten, 63. Lattenkopfball).
Goldene Ehrennadel für Sebastian Reiniger
Am Ende war Raab mehr erleichtert als zu 100 Prozent zufrieden. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie sich trotzdem freuen dürfen mit drei Siegen aus drei Spielen. In einigen Wochen werden wir sehen, wie wertvoll diese drei Zähler gegen Anker sind“, so Raab, der seinem Team dennoch Luft nach oben bescheinigte.

Sebastian „Bobby“ Reiniger erhält die Goldene Ehrennadel des Vereins. Foto: Vivien Annika Hoffmann
Freuen durfte sich am Sonnabend übrigens auch Sebastian „Bobby“ Reiniger. Lichtenbergs Kapitän wurde von Präsident Michael Grunst mit der Goldenen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet für seine langjährigen Verdienste um dem Verein.
Lichtenberg 47: Dieseler – Goerlitz, Owczarek, Krüger, Schock-Negrete – Becker (46. Ceesay) – Alfer – Gawe (83. Storm) – Graupner (83. Schöps), Reiniger (74. Graf), Millgramm (13. Gruber)
Anker Wismar: Borchardt – Hurtig, Kodanek, Sanguinette, Schmitt – Tille, L. Billep (53.N. Billep) – Meyer, Pataman, John (76. Hauer) – Breier
Schiedsrichter: Oliver Seib (Görlitz)
Tore: 1:0 Gawe (31.), 2:0 Gruber (61.), 2:1 Pataman (82.)
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