Ist das bitter. Trotz Unterzahl holt Lichtenberg 47 einen Zwei-Tore-Rückstand bei Aufsteiger SV Siedenbollentin auf, nur um am Ende des Spektakels doch mit leeren Händen dazustehen. 3:4 (0:1) hieß es am Ende aus hauptstädtischer Sicht.
Die dritte Ligapleite in Serie ist perfekt. Und das die Fußballgötter an diesem Tag das Füllhorn des Glücks nicht über unsere 47er ausschütten wollten, war in der Nachspielzeit deutlich zu sehen und zu hören. Krachend knallte ein Kopfball von Sebastian Reiniger nur ans Gebälk. Nicht wenige hatten gefühlt schon den Torschrei auf den Lippen gehabt.
Hadern mit dem Schicksal bringt einen nicht weiter. Über den Unparteiischen könnte man sich stattdessen auch hier auslassen. In epischer Breite, aber hier schweigt des Sängers Höflichkeit . Geneigter Leser, denken Sie sich einfach ihren Teil …
Lichtenberg 47 hadert mit dem Schiri
Zumindest hatte Tom Heilmann ein gutes Gehör (oder einen genau hinhörenden Assistenten), dass kann man ihm bescheinigen. Als Trainer Nils Kohlschmidt im Eifer des Gefechts ein wenig zu deutlich Worte in Richtung des Unparteiischen fand, weil der unmittelbar nach dem 4:3 der Hausherren Lichtenberg 47 quasi im Gegenzug einen Elfmeter verweigerte, hatte der Unparteiische genau hingehört und beschloss Kohlschmidt den roten Karton zu präsentieren.
Die Provokationen seitens der Siedenbollentiner Offiziellen im Laufe des Spiels entgingen aber seinem geschulten Ohr. In so einem „Hexenkessel“, vor 246 einen Höllenlärm veranstaltenden Zuschauern, kann das schon mal passieren …
Raab will Fehler beim Team suchen
Aber lassen wir das. Denn man will sich ja nicht als schlechter Verlierer präsentieren. Und zum Teil hat sich 47 diese Niederlage auch selbst zuzuschreiben. „Wir sollten die Fehler erst einmal bei uns suchen, auf das, was wir selbst beeinflussen können und nicht auf den Unparteiischen schieben“, so Trainer Rudy Raab am Tag danach. „Wir machen zu viele einfache Fehler. So wie beim 0:1. Und dann rennt man halt wieder einem Rückstand hinterher“, so der 42-Jährige.
Beim 0:1 (41.) durch den aus dem Nachwuchs des 1. FC Union hervorgegangen Daniel Eidtner schenkte man den bis dahin wenig in der Offensive aufgetauchten Hausherren einen Elfmeter. Die umstrittene Gelb-Rote für Kevin Owczarek in Minute 53 war auch nicht hilfreich.
Psychologischer Effekt des Ausgleichs verpufft
So verpuffte der psychologische Effekt des Ausgleichs durch John Gruber aus der Minute zuvor. Und als „Bolle“ vier Zeigerumdrehungen später durch Jakob Klimko erneut in Führung ging und durch Lukas Knechtel noch einen drauf setzte (72.), war jedem klar, dass das ein ganz schwerer Gang werden würde.

Da war die Welt der 47er noch in Ordnung: Das Team vor dem Anpfiff. Foto: Helmut Barta
Unverdrossen aber kämpften die 47er dagegen an. Und kamen sogar zurück. Ein Doppelpack von Sebastian Reiniger (77./81.) ließ die Herzen der 47er wieder höher schlagen, aber das dicke Ende kam leider noch.
47 zu hungrig auf den Sieg
„Das wurde dann zur offenen Feldschlacht. Und vielleicht waren wir am Ende nach dem Ausgleich auch ein wenig zu hungrig auf den Sieg. Und dann haben wir es wieder schlecht verteidigt“, so Raab, der trotzdem positiv heraushob, dass 47 trotz der Nackenschläge überhaupt noch mal zurückgekommen war, sich nie aufgegeben hatte.
Spiele der 47er waren zuletzt nicht vergnügungssteuerpflichtig, was die Resultate angeht. Aber von hohem Unterhaltungswert. „Unsere letzten Auftritte boten reichlich Spektakel. Aber das ist ja eigentlich nicht unsere Aufgabe als Trainer, den Zuschauern jedes mal ein Spektakel zu bieten“, bewies Raab dann feinsinnigen Humor.
SV Siedenbollentin: Krause – Tiede, Ladwig, Kortüm, – Galoch, Fijalkowski – Klimko (67. Hartig), Knechtel (78. Schultze) – Kliefoth, Eidtner (88. Keil), Appiah
SV Lichtenberg 47: Dieseler – Goerlitz, OIwczarek, Krüger, Ohlow (88. Schock Negrete) – Graupner (59. Grothaus), Ceesay (88. Grundmann), Storm (59. Alfer) – Gawe – Reiniger, Gruber (82. Grießig)
Schiedsrichter: Tom Heilmann (Michendorf)
Tore: 1:0 Eidtner (40.Foulelfmeter), 1:1 Gruber (52.), 2:1 Klimko (57.), 3:1 Knechtel (72.), 3:2 Reiniger (77. Foulstrafstoß), 3:3 Reiniger (81.), 4:3 Eidtner (88. Strafstoß)
Gelbe Karten: Klimkow, Galoch, Tiede, Eidtner – Ohlow, Storm, Krüger, Goerlitz, Ceesay, Grothaus – Trainer Raab
Gelb-Rotę Kartę: Owczarek (53.)
Rote Karte: Nils Kohlschmidt
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