Drei Punkte sind drei Punkte sind drei Punkte! Mit einem 4:1 (3:0) entführte Lichtenberg 47 drei Zähler aus der Hafenstadt Rostock beim RFC von 1895. Pflichtaufgabe im Sportpark am Damerower Weg geschafft! Aber leider eben auch nur das.
Egal, Schützenfeste kann man nicht alle Tage feiern. Auch wenn einige aberwitzige Fans der Lichtenberger an der manuelle Anzeigetafel in der Halbzeitpause schon die 10 auf der Seite der Gäste ans Bord hielten. Und tatsächlich, in Durchgang zwei hatte sich der Sekundenzeiger noch nicht einmal um das volle Rund auf den Weg machen können, als mit einem feinen Treffer von Florian Zorn (46.) mit dem 4:0 für die Gäste es tatsächlich ein klein wenig nach Kantersieg beim Schlusslicht roch.
Nach Zorns 4:0 roch es nach Kantersieg für Lichtenberg 47
Allein, es kam anders. Denn nun fingen die Hausherren an – das Kind war ja bereits in den Brunnen gefallen – ihre Fesseln im Kopf abzulegen und munter nach vorne zu spielen. Was sogar belohnt wurde.
Zum Leidwesen der 47-Anhänger tönte auf einmal Blurs Song No. 2 durch den Sportpark am Damerower Weg. Mit diesem Torjingle feierten die Hausherren ihren allerersten Saisontreffer. Achraf El Mhamedi verkürzt auf 1:4 (52.).
In der Folge wollten der Tabellenletzte seiner Saisonpremiere gern noch einen zweiten Treffer folgen lassen. Doch wie schon in der ersten Hälfte wusste das die umsichtige Abwehr der 47er zu verhindern. Auch wenn man insgesamt den ein oder anderen Gang zurückgeschaltete hatte oder vor des Gegners Tor eben zu umständlich agierte, man ließ halt auch nichts anbrennen.
Luis Millgramm feiert Doppelpack für Lichtenberg 47
Richtig gefährlich wurde es nicht mehr für die Gäste, die zuvor schon mit den Treffern von Luis Carl Millgramm (6./31.) und Magnus Rösner (12.) die Weichen auf Sieg gestellt hatten, der über die ganzen 90 Minuten gesehen hoch verdient gewesen war.
„Wir sind richtig gut rein gestartet und haben viele Chancen vorne genutzt und uns mit Toren belohnt. Magnus hat ein schönes Tor gemacht und ich war auch zwei Mal an der richtigen Stelle, durfte dann auch knipsen. War ein gutes Halbzeitergebnis“, freute sich der Doppelpacker das Tages.
Ähnlich sah das Trainer Nils Kohlschmidt, der in Rostock die drei Punkte als Geschenk zu seinem Wiegenfeste präsentiert bekam. „Am Ende gibt es für jeden Sieg nur drei Punkte. Das war das Geschenk, das ich mir von der Mannschaft gewünscht hatte. Nehmen wir so mit. Und die zweite Halbzeit ist dann ein Stück weit auch so ein Zeichen dafür, dass man egal gegen wen, sich nicht zurücklehnen darf“, so der frisch gebackene 35-Jährige.
Rostocker FC: D. Imasuen – Gäde, Lopatysnski (78. dos Santos), Böttcher (78. Röder), Grobstich – Hamdam (64. Redmann), Maikoga (64. E. Imasuen), Kai Kai – Kodaira, El Mhamdi, Siegmund
Lichtenberg 47: Wollert – Rösner (62. El Challouf), Owczarek, Krüger – Becker (71. Ceesay) – Millgramm (62. Grothaus), Mattmüller, Gabelmann (62. Grießig), Noack – Zorn (71. Graf), Reiniger
Tore: 0:1 Millgramm (6.), 0:2 Rösner (12.), 0:3 Millgramm (31.), 0:4 Zorn (46.), 1:4 El Mhamdi (52.)
Gelbe Karten: Röder, E. Imasuen – Krüger, Grießig
Zuschauer: 95
Schiedsrichter: Andy Stolz (Pritzwalk)
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