Passend zum Karfreitag bekamen die 883 Zuschauer im Hans Zoschke Stadion über weite Strecken eher karge Fußballkost geboten. Spannend war es dennoch – und am Ende durfte Lichtenberg 47 gegen starke Rathenower einen immens wichtigen Arbeitssieg bejubeln.
Der Start verlief für die Hausherren so holprig wie der Rasen im Stadion selbst. Optik Rathenow begann mutig und ohne jeden Respekt, setzte früh erste Torannäherungen und ließ „47“ kaum zur Entfaltung kommen. Erst nach und nach übernahmen die Lichtenberger über mehr Ballbesitz die Spielkontrolle. Zwingende Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware.
Vielleicht machte sich hier auch das Fehlen einiger Stammkräfte bemerkbar: Ohlow und Millgramm mussten angeschlagen pausieren. Einmal erklang zwar die Tormusik, doch Hawwary hatte bei Grubers Nachsetzen bereits die Hand auf dem Ball – folgerichtig kein Treffer. Die wohl beste Gelegenheit der ersten Hälfte hatte Kapitän Reiniger, der nach feiner Gruber Flanke per Kopf eigentlich freie Eckwahl hatte, jedoch leicht in Rücklage geriet und über das Tor köpfte. Viel mehr Zählbares bot eine insgesamt zerfahrene erste Halbzeit nicht.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Lichtenberg merklich verändert. Das Trainerduo Raab/Kohlschmidt hatte offenbar die richtigen Worte gefunden und personell wie taktisch nachjustiert: Graf rückte als zweiter Zielspieler neben Reiniger in die Spitze, Gruber erhielt alle Freiheiten dahinter. Zudem ersetzte Becker den bereits verwarnten Storm.
Der Plan ging auf. Zwar konnte Rathenows Gerlach Grubers ersten Abschluss noch in höchster Not blocken, wenige Spielzüge später war der 47 Torjäger jedoch nicht mehr aufzuhalten. Nach Kopfballablage von Reiniger stand Gruber völlig frei im Strafraum und schob aus fünf Metern überlegt ins Eck ein (52.). Mit seinem 18 Saisontor war auch seine vier Spiele andauernde Torflaute beendet.
In der Folge verpasste es Lichtenberg, frühzeitig für die Vorentscheidung zu sorgen. Mehrere gute Chancen auf das zweite Tor blieben ungenutzt. Rathenow witterte seine Chance und belebte vor allem durch die Einwechslung von Koré das Offensivspiel. In der 75. Minute sorgte eine Szene im Lichtenberger Strafraum für hitzige Diskussionen: Becker und Koré prallten zusammen, der Elfmeterpfiff blieb aus – sehr zum Ärger von Gästetrainerlegende Ingo Kahlisch. Zuvor hatte es allerdings auch ein nicht geahndetes Foulspiel an Owzcarek gegeben.
Die entscheidende Szene der Schlussphase gehörte dennoch dem Lichtenberger Keeper. In der 84. Minute kratzte Zunker einen Keles Schuss aus acht Metern reaktionsschnell aus dem Eck – eine Glanzparade, die den knappen Vorsprung festhielt. Es war bereits das dritte Spiel in Folge ohne Gegentor für den Schlussmann, der in seinem elften Einsatz den zehnten Sieg verbuchte – eine beeindruckende Bilanz für den erst in der Hinserie dazugestoßenen Torhüter.
Die letzte Lichtenberger Konterchance durch Becker und Graf blieb ebenso ungenutzt wie die verzweifelten Angriffsbemühungen der Gäste, die entweder verpufften oder an der vielbeinigen 47 Defensive hängen blieben. Am Ende stand ein hart erarbeiteter, aber umso wertvollerer 1:0 Heimsieg, der durch die gleichzeitige Niederlage von Tasmania bei TeBe zusätzlich an Bedeutung gewann.
Lichtenberg 47: Maximilian Zunker, Samir Schock Negrete, Sebastian Reiniger, Maximilian Storm (46. Cederic Becker), Christian Gawe (89. Nios Grießig), John Gruber (90. Timo Schroeder), Nick Graupner (46. Hannes Graf), Markus Goerlitz, Kevin Owczarek, Muhammed Zekiroglou, Paul Krüger
Trainer: Rudy Raab/Nils Kohlschmidt
Optik Rathenow: Simeon Hawwary, Jakob Reichenbach, Yunus Solak (82. Preljevic, Eric), Christiantus Onu (74. Marcito Vicente), Salih Aktürk, José Luis Aranda Aedo, Gia Huy Phong, Luka Zdep (65. Yohji Irva Koré), Justin Gerlach, Finn Hinze, Nico Donner(65. Ali Ihsan Keles)
Trainer: Ingo Kahlisch
Schiedsrichter: Lennard Jasper Brenmoehl (Blankenhagen) – Assistenten: Matthias Bastian, Tobias Grzelka
Tore: 1:0 John Gruber (52.)
Zuschauer: 883 in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“
1:0 – Lichtenberg 47 holt wichtigen Osterdreier gegen Optik Rathenow
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