Was für ein Tag im „Zoschke“! Der Sonnabend in der HOWOGE-Arena war ein emotionaler Abschluss der Saison für Lichtenberg 47. Auch wenn noch eine Partie am kommenden Wochenende aussteht, das finale Heimspiel der Spielzeit 24/25 war definitiv noch einmal ein Höhepunkt für die 47er-Familie. Mit großen Gefühlen, Sonne satt, ein bisschen Pathos und jeder Menge kurzweil. Darüber geriet fast schon der sportliche Part in den Hintergrund. Doch der soll nicht unterschlagen werden. Lichtenberg 47 bezwang den TuS Makkabi mit 2:0 (1:0) und rundete damit den besonderen Tag ab.
Luis Millgramm mit seinem allerersten Kopfballtor (32.) nach Vorarbeit von Jeronimo Mattmüller – womit Lichtenbergs Topscorer seine Ausbeute auf 13 formidable Buden ausbaute – und Hannes Graf (89.) auf Vorlage von Carl-Leon Grundmann sorgten für die sportlichen Highlights in einer Partie, die über die ganzen 90 Minuten nur einen Sieger verdient gehabt hatte.
Lichtenberg beherrschte die Szenerie und versäumte es eigentlich nur, den Sack früher zu zu binden. Allein Magnus Rösner scheiterte in Durchgang eins zwei Mal recht knapp. Dem 19-Jährigen war anzumerken, dass er in seiner Abschiedsvorstellung im „Zoschke“ unbedingt noch einmal als Torschütze in Erscheinung treten wollte. „Vielleicht hätte ich manchmal mehr den einfachen Ball spielen sollen“, gab er hinterher unumwunden zu. Krumm nahm es ihm natürlich niemand.
Ohlow rettet auf der Grundlinie
Die Gäste kamen nur einmal wirklich gefährlich vor das von Niklas Wollert gehütete Tor. Und da war der 30-Jährige in seiner Abschiedsvorstellung im „Zoschke“ zur Stelle, verhinderte den Ausgleich. Den zweiten Ball konnte dann Richard Ohlow noch auf der Linie klären. Womit die wirklich brenzligen Situationen schon aufgeführt wären. Der Rest wurde super wegverteidigt.

Mal nicht die Torschützen, sondern Niklas Wollert nach seinem letzten Heimspiel im „Zoschke“. Foto: Mike Menzel
„Wir haben super engagiert angefangen und auch in der ersten Halbzeit verdient geführt. Haben dann die ein oder andere Möglichkeit ausgelassen, die Führung auszubauen. In der zweiten Hälfte hat Makkabi gut gedrückt und wir für zu wenig Entlastung gesorgt. Aber letztlich haben wir unser Tor mit allem verteidigt. Niklas Wollert hatte heute sein letztes Heimspiel, dazu noch mal die Null für ihn. Da sind wir froh dass wir das geschafft haben“, so Trainer Nils Kohlschmidt.
Wollert und ein Quintett wurden verabschiedet
Womit er zum eigentlichen Gefühlshöhepunkt des Tages gut übergeleitet hatte, der ja schon mit einer Choreografie für den scheidenden Wollert und einer Schweigeminute für die beiden in Washington ermordeten Mitarbeiter der israelischen Botschaft vor dem Anpfiff ihren Lauf genommen hatte. Die Verabschiedung von Niklas Wollert und fünf weiteren Kollegen von ihrem Wohnzimmer „Hans Zoschke“. Motto: Die Null muss stehen, die Nr. 1 wird gehen.

Lichtenbergs Fans ehrten den scheidenden Niklas Wollert: Foto Mike Menzel
Neben Wollert kehrt ja auch noch Magnus Rösner (Schalkes II) Lichtenberg 47 den Rücken. Dazu wurden nun unter donnerndem Applaus auch noch Laurin Vogel, Saimir Koci, Florian Zorn und Karim Barry gebührend verabschiedet.
Wollert nahm das alles sichtlich mit. Verständlich nach 10 langen Jahren im Dress der 47er. Wenn ihm in diesem Moment jemand einen neuen Vertrag vorgelegt hätte, wer weiß, ob er den – überwältigt von den Emotionen des Augenblicks – nicht doch noch mal unterschieben hätte …
Lichtenberg kann noch Vizemeister werden
Die im Anschluss steigende, obligatorische Versteigerung der Spielertrikots – Souverän geleitet von Auktionator Dan Eckhardt – war wie immer eine Mordsgaudi. Kann man nicht wirklich beschreiben. Muss man live erlebt haben. Gab ja auch einige Freigetränke vom Fass. Wer’s verpasst hat, selber schuld …
Bliebe als Chronistenpflicht nachzutragen, dass Lichtenberg 47 am kommenden Wochenende selbst bei einem Sieg bei Tasmania maximal noch Vizemeister werden kann. Durch das 1:1 vom BFC Preussen in Rathenow steht fest, dass die Lankwitzer oder eben Eintracht Mahlsdorf wegen ihres direkten Duells am 30. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord am Ende ganz oben stehen werden.




SV Lichtenberg 47: Wollert – Vogel, Rösner, Krüger, Ohlow – Becker, Grothaus (63. Ceesay) – Millgramm (73. Grundmann), Mattmüller (73. Graf), Noack (85. Zorn) – Reiniger (85. Grießig)
TuS Makkabi: Lindner – Bache, Stahl (46. Matkovic), I. Diallo – Ceesay, Camara (89. Sandhowe), Körber, Conteh (46. P. Diallo), Bruck – Stagge (84. Tokgöz ), Onu (73. Siakam)

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