Guter Auftakt in die neue Saison für Lichtenberg 47. Die Jungs aus dem „Zoschke“ tüten mit einem 2:1 (0:0) gegen den TuS Makkabi vor 599 Besuchern in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ den ersten Dreier der Spielzeit 25/26 ein. Mann des Tages war aus Sicht der Hausherren der erst nach der Pause eingewechselte Doppeltorschütze Hannes Graf.
Nun gut, die 47er haben den ersten Dreier auf der Habenseite verbucht. Also sind sie der Sieger. Aber der große Gewinner des Spieltages war ihr Trainer Rudy Raab. Denn der hätte am Sonntag eine unangenehme Begegnung der dritten Art vor sich gehabt, im Falle einer Niederlage.
Denn Ousmane Bangoura, Trainer der Makkabäer, ist ein Schüler seines an diesem Wochenende beginnenden Trainerlehrganges (internationale B-Lizenz). Wie hätte er den Mitabsolventen des Lehrgangs erklären sollen, dass der Schüler den Lehrmeister besiegt hat?
Lichtenberg schon vor der Pause überlegen
Kleiner Scherz. Natürlich ist das nur ein „Nebenkriegsschauplatz“. Entscheidend ist, wie der berühmte Adi Preißler einst gesagt hat, auf dem Platz. Und da zeigten sich die 47er dem Kontrahenten von Beginn an überlegen, auch wenn noch nicht alles so flüssig lief, wie vielleicht erhofft.
Schon in Durchgang eins waren die Hausherren das spielbestimmende Team. Aber da wollte das Runde nicht ins Eckige. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Makkabi hat es phasenweise sehr ordentlich gegen uns gemacht. Wir hatten ein paar Chancen vor der Pause, die wir halt nicht nutzen, dann geht es halt mit einem 0:0 in die Halbzeit. In der zweiten Halbzeit ging es so hin und her. Ohne klare Torchancen. Bis dann die Rote Karte die Weichen in unsere Richtung gestellt hat“, so Lichtenbergs Trainer Rudy Raab.
Knackpunkt Minute 65
Womit er den Knackpunkt der Partie angesprochen hatte. In Minute 65 räumte Makkabis Emre Özkaya Cederic Becker dermaßen unsanft ab, dass Schiedsrichter Tim Haubenschild den Roten Karton zückte. Richard Ohlows Freistoßflanke segelte so schön in der Strafraum , dass der nach der Halbzeitpause eingewechselte Hannes Graf ihn per Kopf zur Führung veredeln konnte.
„Es war kein einfacher Gegner zum Start. Aber umso glücklicher sind wir, dass wir hier mit einem Heimsieg beginnen konnten“, so Doppeltorschütze Graf.

Lichtenbergs Hannes Graf wird von den Kollegen für einen Treffer gefeiert. Foto: Mike Menzel
Doppelter Schock für die Gäste. Und es wurde nicht besser aus ihrer Sicht. Ihr Keeper Lucas Lindner patzte im Spielaufbau und legte die Kugel in die Füße des bei seinem Debüt für 47 sehr stark aufspielenden Nick Graupner. Von dort aus fand die Kugel erneut den Weg zu Hannes Graf und der blieb cool. 2:0 nach 74 Minuten! Drops gelutscht.
In der Schlussphase wurde es noch mal etwas hektisch
Nun ja, um ehrlich zu bleiben. Nicht ganz. Denn in der Schlussphase verkürzte Abdoul Soumah zum 1:2 (89.). Und die Schlussminuten wurden dann doch ein wenig hektisch. Zum Glück aber, aus Sicht der Hausherren, ohne böse Überraschung.
„Makkabi hat sich gewehrt. Und am Ende mussten wir mit dem Anschluss noch ein bisschen zittern. Wir können uns noch weiter verbessern. Aber für den ersten Spieltag sind wir erst mal froh, dass wir das über die Ziellinie gebracht haben. Wir haben ein paar positive Erkenntnisse. Und ein paar Hausaufgaben, die wir auch für die nächsten Wochen mitnehmen werden“, so das Fazit von Raab.
Lichtenberg 47: Dieseler – Goerlitz, Owczarek, Krüger, Ohlow – Graupner (80. Grundmann), Becker, Ceesay (80. Alfer) – Gruber (46. Graf), Reiniger (87. Grießig) Millgramm (84. Schöps)
TuS Makkabi: Lindner – Ceesay, Kamdem, Bache, Diallo – Camara (66. Ziemann), Tokgöz (87. Kozina), Özkaya, Soumah – Sahin (66. Gefrörer), Kanyi (75. Kamsoon)
Tore: 1:0 Graf (65.), 2:0 Graf (74.), 2:1 Soumah (89.)
Gelbe Karten: Owcarek, Goerlitz – Camara, Kamdem, Bache, Kanyi
Rote Karte: Özkaya (65./grobes Foulspiel)
Schiedsrichter: Tim Haubenschild (Elstertrebnitz)
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