Es war die dritte Minute der Nachspielzeit. 481 Besuchern in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ stockte der Atem. Ahrensfeldes Keeper Mateusz Mika hatte sich bei einem Eckball nach vorne geschlichen. Der Ball landete auch auf seinem Schopf, aber er ging um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Aufatmen bei den Hausherren. Und dann war Schluss. Mit 2:1 (2:1) gewann Lichtenberg gegen den Tabellenvorletzten und war am Ende nach dem Arbeitssieg glücklich über drei Punkte.
Die über Nacht an den BFC Preussen abgetretene Tabellenspitze wieder zurückerobert. Weiter im Kreis der Fabulous Four geblieben. Sie wissen schon, die vier Teams, die in Deutschlands fünf höchsten Spielklassen als einzige noch ungeschlagen sind. Lichtenberg 47 gehört weiter dazu neben Kilia Kiel, Sonnenhof Großasbach und dem FC Bayern. Auch an diesem 13. Spieltag gab es keinen Rückschlag.
Vielleicht die schönste Nachricht des Tages. Neben der Spende über 3000 Euro, die Robin Beyer, der Lichtenberger Regionalleiter der Deutsche Wohnen, Henry Berthy für die Nachwuchsabteilungen der 47er überreichte.
Lichtenberg freut sich über Arbeitssieg
Doch der Rest? Hm. Egal. Geputzt ist geputzt. Drei Punkte sind drei Punkte. Es war aber das prognostizierte harte Stück Arbeit für die Truppe von Rudy Raab und Nils Kohlschmidt. Denn die Gäste aus Brandenburg dachten gar nicht daran, gemäß ihrer Tabellenposition als Vorletzter im „Zoschke“ als Opferlamm auftreten zu wollen.
Mag der Anfang noch standesgemäß gelaufen sein mit einem frühen Tor durch Luis Carl Millgramm (12.) und einem verwandelten Strafstoß von Kevin Owczarek, bei dem Mika seine Finger sogar noch am Ball hatte (32.), wurde es danach aus Sicht der Hausherren nicht erfreulicher. Ahrensfelde kam durch Moritz Schöps noch vor der Pause zum Anschlusstreffer (44.) und gestaltete die Partie danach durchaus offen.

Lichtenbergs Spieler gratulieren Kevin Owczarek nach seinem Elfertor gegen Ahrensfelde. Foto: Mike Menzel
Durchgang zwei war „ein bisschen wild“ wie Raab einräumte. Lichtenberg 47 sah sich nicht dazu in der Lage den Sack zuzumachen. Und die Gäste wiederum hatten einfach nicht genug Durchschlagskraft.
Ahrensfeldes Trainer Richter hadert mit dem Spielverlauf
Oliver Richter, der Trainer der Grün-Weißen, haderte dementsprechend nach dem Abpfiff ein wenig mit dem Schicksal. „Wir waren sehr gut auf Lichtenberg eingestellt, aber machen zwei Fehler mehr als Lichtenberg im gesamten Spiel. Wir stehen da mit sechs Punkten und die Lichtenberger haben 33. Das ist der große Unterschied. Wenn man unten drin steht, gehen die Dinger nicht rein. Wenn man oben steht, klappt halt alles. Das sind so Kleinigkeiten, die so eine Partie entscheiden“, so der 40-Jährige nach dem Duell mit seinem alten Weggefährten Raab. Beide haben eine gemeinsame Vergangenheit beim FC Nordost und dem Marzahner SV.
Raab hingegen war ein Stück weit erleichtert, dass am Ende gewonnen wurde. Denn egal, was er seiner Truppe unter der Woche gepredigt hatte, den Gegner nicht zu unterschätzen, auf so richtig fruchtbaren Boden war das offenbar nicht gefallen. Zumal mit den beiden Toren zum eigentlich „richtigen Zeitpunkt“ (O-Ton Raab) der Weg geebnet schien für einen souveränen Sieg.
Millgramm der Man of the Match
Kam halt nicht so. Zumindest aber der Sieg. „Wir haben bis zum Ende versucht, das Ergebnis festzuhalten. Wir hatten ja eigentlich gut vorgelegt, doch dann kam Ahrensfelde noch mal zurück“, freute sich Carl Luis Millgramm mehr über die drei Punkte als über seinen mittlerweile sechsten Saisontreffer.
Man hätte ihn durchaus für eine Ehrung als Man of the Match in Erwägung ziehen können, denn auch den Strafstoß hatte er bei einer schönen Einzelaktion im Strafraum gezogen. Aber das Spiel war eher ein Arbeitssieg als etwas, das man in Erinnerung behalten wird.




Lichtenberg 47: Wollert – El Challouf (79. Ceesay), Owzcarek, Krüger, Ohlow – Rösner, Becker – Millgramm (81. Vogel), Mattmüller (71. Grießig), Noack (71. Gabelmann) – Reiniger (81. Graf)
GW Ahrensfelde: Mika – Schöps, Hübner (66. Marker), Samardzic, Schock – Bache – Goerlitz (76. Schmiedebach), Zoungrana (66. Scheffler), Gurklys (90.+2 Petschner), Eifler – Colaki
Tore: 1:0 Millgramm (12.), 2:0 Owczarek (32./Foulelfmeter), 2:1 Schöps (44,)
Gelbe Karten: Wollert, Ohlow – Schmiedebach, Scheffler
Zuschauer: 481 in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“
Schiedsrichter: Lukas Eichenberg (SV Buchholz)

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