An dieser Stelle müsste jetzt eigentlich Musik ertönen. Das Duett von Sarah Brightman und Andrea Bocelli mit ihrem berühmten „Time to say Goodbye“ (Con te Partirò): Denn nach 10 langen Jahren mit 258 Spielen – drei könnten bis zum Saisonfinale noch dazu kommen – für die Jungs aus dem Zoschke heißt es nun Ende Legende. Niklas Wollert beendet seine Karriere bei Lichtenberg 47!
Wenn die Saison sich zu Ende neigt, ist es ja auch immer wieder eine Zeit des Abschieds. Wollert ist nach Magnus Rösner der zweite Kicker des aktuellen Kaders, der künftig nicht mehr für die 47er seine Töppen schnüren wird.
Man kann mit Fug und Recht vom Ende einer Ära sprechen. 2015 kam Wollert von der U23 von Carl Zeiss Jena nach Lichtenberg und avancierte da zur unumstrittenen Nummer eins. Bei Höhen und Tiefen war er immer zwischen den Pfosten mit dabei, erlebte Auf – und Abstieg.
Zuverlässiger Rückhalt zwischen den Pfosten seit 10 Jahren
93 Mal bewahrte er sich in Punktspielen eine weiße Weste. Also in nahezu jedem dritten Spiel. Muss man auch erst mal hinbekommen, wenn man bedenkt, dass die 47er zu ihren Regionalligazeiten ja mehr Niederlagen als Siege einfahren konnten. In der Oberliga hielt die Null quasi in jedem zweiten Spiel. Schon eine beeindruckende Bilanz.
Manch einer wird sagen „Viel zu früh“! Denn Wollert ist mit seinem 30 Lenzen ja noch im besten Fußballeralter. Für Torhüter gilt das ja noch viel mehr als für Feldspieler. Doch es ist, wie es ist.

Oh Captain, my Captain. Niklas Wollert beendet seine Laufbahn bei Lichtenberg 47. Foto: Mike Menzel
Denn Wollert ist derzeit beruflich in seinem Job als Projektmanager bei Siemens Energy stark eingebunden. Fußball und Beruf unter einen Hut zu kriegen, war schon die ganzen letzten Jahre über eine enorme Herausforderung. Irgendwann geht das nicht mehr. Auch sollte das Privatleben künftig halt nicht immer nur die zweite Geige spielen.
Beruf und Fußball waren nur noch schwer zu vereinbaren
„Ich habe in den letzten Wochen sehr viel nachgedacht und es mir nicht leicht gemacht. So wie ich jedes jähr darüber nachgedacht habe, wie es weitergeht. Diese ganzen Jahre waren ein tolles Erlebnis. Mit den Kollegen. Mit den Fans“, so der 30-Jährige. Nicht nur deshalb habe er sich ja immer wieder für Lichtenberg entschieden, auch wenn es andere Angebote gegeben hatte. „Für mich ist das jetzt ein total emotionaler Moment. Und der fällt mir schwer. Die Entscheidung jetzt bei 47 aufzuhören, habe ich mir nicht leicht gemacht“, so Wollert zu seinem Abschied.
Das Thema nagte schon seit Wochen an ihm. Und immer wenn ihn Fans, nach seiner Zukunft befragten, wollte er nicht lügen. Deshalb ist er froh, dass jetzt endlich Klarheit für alle Seiten herrscht.
Hollwitz: Menschlich und sportlich ein Verlust
Sportdirektor David Hollwitz zum Abschied von Lichtenbergs gefühlter, ewiger Nummer eins: „Es ist menschlich und sportlich ein enormer Verlust für den Verein. Wolle hat immer mit Stolz das Trikot von Lichtenberg 47 getragen. Wir sind sehr dankbar für alles und wünschen Ihm für die Zukunft nur das Beste. Danke für die tolle Zeit, du wirst immer ein Teil der 47er-Familie bleiben.“
Trainer Nils Kohlschmidt ergänzte: „Nach unserer Vertragsverlängerung hätten wir uns natürlich sehr darüber gefreut, wenn wir auch zukünftig auf unsere Nummer 1 und unseren langjährigen Kapitän Niklas Wollert hätten bauen können. Aber alles hat im Leben seine Zeit.“
Trainerteam sagt: Danke Wolle!
Was „Wolle“ in den letzten zehn Jahren hier geleistet hat, ist mit bloßen Worten nicht zu beschreiben. Auf dem Platz stehen seine außergewöhnlichen Leistungen für sich, die stets eine wichtige Grundlage für die vielen Siege und Erfolge waren. Andererseits war und ist Wolle eine herausragende Persönlichkeit, die alles das, wofür Lichtenberg 47 steht, verkörpert. Seine letzten Worte vor dem Spiel, sein offenes Ohr für jeden unserer jungen Spieler, all das, was in der Kabine und neben dem Platz passiert. Das ist das, was Wolle darüber hinaus auszeichnet.“

Es ist für alle ein emotionaler Moment, wie Kohlschmidt einräumte: „Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten zwei Jahren möchten Rudy und ich Danke sagen! Gemeinsam blicken nun nach vorn und wollen die letzten drei Spiele der Saison für uns als Team und besonders für Wolle erfolgreich abschließen und ihm damit einen bestmöglichen Abschied bescheren.“ Aber natürlich wird man Wollert auch weiterhin im „Zoschke“ sehen. Künftig halt auf den Rängen und vielleicht mit dem ein oder anderen Kaltgetränk in der Hand.
Wen Wolles Aussagen im O-Ton interessieren, für den geht es hier entlang.
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