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Knapper Sieg im Topspiel – Drama in der Nachspielzeit

Was für ein Nachmittag im Zoschke! Der SV Lichtenberg 47 hat das Spitzenspiel zum 79. Vereinsgeburtstag gegen die seit neun Spielen ungeschlagene TSG Neustrelitz mit 2:1 gewonnen und dabei einmal mehr gezeigt, warum diese Mannschaft derzeit ganz oben steht. Vor knapp 1000 Zuschauern entwickelte sich ein intensiver, temporeicher Schlagabtausch – mit einer Schlussphase, die an Dramatik kaum zu überbieten war.

Topspiel mit klaren Vorzeichen

Neustrelitz reiste als Tabellendritter und in Bestbesetzung, unter anderem mit Toptorjäger Härtel, an – im Gepäck eine beeindruckende Serie und die leise Hoffnung, im engen Titelrennen nochmal Druck aufbauen zu können. Wir mussten dagegen einige Ausfälle verkraften, stellten uns dem starken Gegner aber mit viel Laufbereitschaft und einem guten Plan entgegen.

Die Anfangsphase gehörte insgesamt den Gästen. Nach mehreren Eckbällen und Annäherungen tauchte Neustrelitz immer wieder gefährlich vor dem Tor auf, doch entweder wurden die Angriffe zu umständlich ausgespielt – oder Torwart Zunki war zur Stelle und strahlte die nötige Ruhe aus.

Ausgeglichenes Spiel, Chancen auf beiden Seiten

Die erste große Chance der Partie hatten dann jedoch die 47er: John zog in der 18. Minute von der Strafraumkante kräftig ab, doch der Gästekeeper Höftmann lenkte den Flatterball stark zur Seite. Danach ging es hin und her – beide Teams pressten früh, das Spieltempo war hoch, die Zweikämpfe intensiv. Neustrelitz kam vor der Pause durch Torjäger Härtel und Akogo zu weiteren guten Möglichkeiten, scheiterte aber erneut an Zunki, der die beiden Abschlüsse souverän entschärfte.

Schlüsselszene und Lichtenberger Führung

Nach dem Seitenwechsel erwischte die TSG den besseren Start. Dennoch hatte Gawe die Führung auf dem Schlappen, als er in der 53. Minute per volley verzog. Die größte Chanceder Gäste gab es in der 57. Minute: Nach einer Flanke kam Härtel völlig frei zum Kopfball – doch erneut war Zunki zur Stelle und packte sicher zu – und dann ging es ganz schnell: per Abwurf leitete er den Gegenangriff ein, der über mehrere Stationen lief, und bei dem alle Offensivakteure mitwirkten. Bobby setzte schließlich mit einem feinen Lupfer unseren 10er Gawe in Szene, der den Ball aus kurzer Distanz per Dropkick wuchtig unter die Latte hämmerte. 1:0 – das Zoschke tobte. Nach einer weiteren sehenswerten Kombination mit Gawe und Luis verfehlte Bobby das Tor nur knapp.

Druckphase – und bitterer Ausgleich

Neustrelitz gab sich jedoch nicht geschlagen und erhöhte in der Schlussphase den Druck. Die Gäste warfen alles nach vorne, wir verteidigten leidenschaftlich und stellten personell um, zogen Bobby zurück um die Mitte zu verdichten, der von der Bank kommende Rahim machte die rechte Seite sehr gut zu. John und der ebenfalls eingewechselte Hannes verpassten dann, mit dem 2:0 den Deckel draufzumachen. Als vieles bereits nach einem knappen Heimsieg aussah, folgte der späte Nackenschlag: In der 90. Minute verlängerte sich ein Einwurf der Gäste bis an den langen Pfosten, wo Gäbel den Ball per Kopf zum 1:1 ins Netz stocherte.

Elfmeter, Rückschlag – und pure Ekstase

Doch die Antwort der 47er ließ nicht lange auf sich warten. Direkt im nächsten Angriff wurde Bobby im Strafraum gefoult – Elfmeter. Kevo scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Höftmann, der den Ball mit dem Fuß noch an die Latte lenkte.
War es das? Keineswegs. Neustrelitz kam noch einmal vor unser Tor, doch Zunki packte zu. Wieder schnelles Umschalten über Gawe, der Ball landet über Momo bei John – Haken, präzise Flanke auf den langen Pfosten, wo Markus frei zum Kopfball kam und den Ball in die lange Ecke wuchtete. 2:1 in der Nachspielzeit – Explosion im Zoschke! Spieler in einer Traube begraben. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter ab. Unsere Fans feierten nach einem dramatischen Spiel die Mannschaft mit donnerndem Applaus.
Drei enorm wichtige Punkte im Titelrennen – und ein Nachmittag, den im Zoschke so schnell niemand vergessen wird.

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Lichtenberg 472
tsg-neustrelitz
TSG Neustrelitz1

Lichtenberg 47: Maximilian Zunker, Sebastian Reiniger, Luis Millgramm (86. Hannes Graf), Maximilian Storm (76. Rahim Ceesay), Christian Gawe, John Gruber, Nick Graupner (77. Cederic Becker), Markus Goerlitz, Kevin Owczarek, Muhammed Zekiroglou, Paul Krüger
Trainer: Rudy Raab/Nils Kohlschmidt

TSG Neustrelitz: Elias Höftmann, Manuel Härtel, Justus Guth, Nick Höfer (65. Anrijs Kmetjuks), Kevin Akogo (65. Luca Müller), Torben Gäbel, Gabriel Ziegler, Toni Bastin (88. Nils Röth), Remmy Kruse (85. Marius Schreiber), Luis Inderwisch, Younes Laribi
Trainer: Thomas Franke

Schiedsrichter: Benjamin Seidl (Langenbernsdorf) – Assistenten: Dirk Meißner, Elias Cornelius Glander
Tore: 1:0 Christian Gawe (56.), 1:1 Torben Gäbel (89.), 2:1 Markus Goerlitz (90.+4)
Zuschauer: 912 in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“

#WIRFÜR47

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