Wow! Geilomat!! Dreierpack von Comeback-Kid Sebastian „Bobby“ Reiniger beim Bezirksderby. Lichtenberg 47 gewinnt mit 5:1 beim Lokalrivalen Sparta und verteidigt die Tabellenführung in der Oberliga Nord vor dem BFC Preussen (1:0 bei Hansa Rostock II). Hach! Fußballherz, wat willst mehr …
Ein Tag wie gemalt für die Jungs aus dem „Zoschke“. Mit Sonne satt und Toren noch und nöcher. Ein Tag für die Geschichtsbücher? Wird sich zeigen. Auf jeden Fall ein Tag für La Musica!!
Begann schon weit vor dem Anpfiff beim Fanmarsch der 47er vom S-Bahnhof Nöldnerplatz zum Sportplatz an der Fischerstraße. Der Megahit von der schottischen Band „The Proclaimers“ hätte den Beginn einläuten können: „And I would walk 500 Miles“ wäre der passende Soundtrack gewesen.
Kein Zittern wie im Hinspiel! Lichtenberg 47 sehr souverän
War nach den Hinspiel nicht zwingend so erwartet worden. Da hatte Sparta Lichtenberg 47 richtig in die Verlegenheit gebracht und nur mit viel Glück sprang am Ende ein 1:1 heraus. Die lautstarken Gesänge des 47er-Anhangs während der Partie sind branchenüblich. Aber dennoch schön. Und nach dem Schlusspfiff donnerte natürlich ein lautstarkes „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“ über den Sportplatz. Gefolgt vom deutschesten aller Fußballlieder. „Oh, wie ist das schön …“
Ja, das war es in der Tat. Und es begann schon in der ersten Halbzeit, als die 47er eigentlich deutlich höher hätten in Führung liegen müssen als nur 1:0 durch einen Treffer von Kevin Owczarek (26.), der cool vom Punkt einen an Willi Noack verwirkten Elfter verwandelte. Exemplarisch sei hier nur der Lattentreffer von Richard Ohlow (37.) genannt. Nein, die Hausherren hätten sich über einen Rückstand mit zwei oder drei Gegentreffern nicht beschweren dürfen.
Nach der Pause suchte Lichtenberg 47 die Entscheidung

Nach vier Torbeteiligungen in der Vorwoche war Luis Millgramm wieder an zwei Treffern unmittelbar beteiligt. Foto: Mike Menzel
Auch nach Wiederanpfiff war der Truppe von Nils Kohlschmidt und dem sich diesmal wegen einer Erkältung deutlich zurückhaltenden Rudy Raab anzumerken, dass sie das Versäumte sofort nachholen wollten. Schwungvoller Beginn. Und doch gab es auf einmal lange Gesichter. Denn Spartas Mittelstürmer Daniel Hänsch hatte entgegen dem Spielverlauf auf einmal per Kopf egalisiert (64.).
Es folgten knapp fünf bis zehn Minuten, in denen die Hausherren drauf und dran waren, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen. So sind halt Derbys. Da fragt keiner ob verdient oder unverdient. „Wenn man so eine Phase aber übersteht, und das ist normal in so einem Spiel, und dann hinten heraus so gewinnt, dann kann man da heute mal drüber hinwegsehen. Für uns steht heute erst einmal die absolut starke Team-Leistung im Vordergrund“, freute sich Nils Kohlschmidt nach dem Schlusspfiff.
Das es wirklich ein Tag der Freude wurde, lag dann auch an einem langersehnten Comeback: Sebastian „Bobby“ Reiniger. Der stand gerade einmal zehn Minuten auf dem Feld, als er seine Farben wieder in Front bringen konnte. Ausgangspunkt war Jeronimo Mattmüller, der per Verlagerung Abu El-Challouf suchte. Der spielte klasse tief auf Luis Millgramm. Ein Pass in die Mitte fand Reiniger und der das Tor (70.).
Trotz Rückschlag mittendrin bleibt Lichtenberg 47 ruhig
„Entscheidend in der Phase war auch, dass wir nach dem Gegentor ruhig geblieben sind“, so Kohlschmidt. „Wir haben uns nur kurz geschüttelt und dann einfach weiter gemacht“, meinte auch Owczarek.
Mit dem 3:1 durch Millgramm (82.) waren die Fronten endgültig geklärt. Erneut eingeläutete von Mattmüller mit einem Wahnsinnssolo, der durch das gegnerische Mittelfeld glitt wie das heiße Messer durch die Butter. Dann durfte Reiniger seine Rückkehr auf den grünen Rasen nach der Winterpause noch zwei Mal veredeln (88./90.+2) und der hochverdiente Derbysieg war in Sack und Tüten.
„Für mich persönlich war das nach den sechs, sieben Wochen ein Traumcomeback. Ich bin vor allem aber froh, dass ich den Jungs hatte helfen können“, so Reiniger, der Mattmüller in der hausinternen Torschützenliste jetzt mit 13 Treffern wieder auf Platz zwei verwies. „Das interessiert mich eigentlich nicht so wirklich, da kucke ich eigentlich gar nicht drauf. Aber ja, man weiß vielleicht die Zahl, aber am Ende ist mir einfach wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben“, so der Mannes Tages.




Sparta Lichtenberg: Williams – Trojanovic (54. Noack), Toktumur, (75. Tonk) Brinkmann, Akasha (54.Enatoh) – Rehbein – Karupovic, Dujkovic (54. Meyer), Gashi (54. Schnur) – Nikol, Hänsch
Lichtenberg 47: Dieseler – Vogel (60. El Challouf ), Owczarek, Krüger, Ohlow – Rösner (70. Grothaus), Ceesay – Millgramm, Mattmüller (83. Grundmann), Noack (70. Jurschik)- Graf (60. Reiniger)
Tore: 0:1 Owczarek (Strafstoß, 27.); 1:1 Hänsch (64.); 1:2 Reiniger (70.); 1:3 Millgramm (82.); 1:4 Reiniger (88.); 1:5 Reiniger (90+2.)
Gelbe Karten: Hänsch, Nikol, Trojanovic, Toktumur, Djukovic, Rehbein; Trainer Kostic – Rösner, Vogel, Ohlow, Grothaus; Trainer Kohlschmidt
Schiedsrichter: Luis Riedel (Chemnitz)
Zuschauer: 920 auf dem Fußballplatz Fischerstraße

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