Aller Anfang ist schwer. Wenn es für die Gültigkeit dieses alten Sprichwortes noch einer Bestätigung bedurft hätte, lieferte ihn der erste Test des Jahres. für Lichtenberg 47. Bei der klassenhöheren U23 von Zweitligist Hertha BSC kamen die 47er trotz eines verheißungsvollen Beginns am Ende mit 1:5 (1:1) etwas zu hoch unter die Räder.
Es ging eigentlich ziemlich gut los für die 47er, die doch arg ersatzgeschwächt in Charlottenburg aufdribbeln mussten. Luis Millgramm brachte Lichtenberg 47 im ersten Test der Rückrundenvorbereitung – der angedachte Kick gegen Polar Pinguin in der Woche zuvor musste ja witterungsbedingt entfallen – nach 13 Minuten in Front.
Die Hausherren konnten aber zum Leidwesen der rund 40 bis 50 Lichtenberg Fans noch vor der Pause durch Selim Telib (26.) egalisieren und im weiteren Verlauf der Partie noch eine Schippe drauflegen.
Unterschiedlicher Vorbereitungsstand
„Nach dem Stand der Vorbereitung vielleicht auch normal. Die konnten jeden Tag auf ihrem Kunstrasenplatz trainieren und waren mit der vollen Kapelle angetreten. Und sie haben den Kick schon sehr ernst genommen“, so Lichtenbergs Trainer Rudy Raab.
Was Raab dennoch positiv stimmte, war die Tatsache, dass man eigentlich über eine Stunde lang Hertha ordentlich Paroli hatte bieten können und sehr ordentlich verteidigt hatte. Danach war bei denjenigen, die durchspielen mussten, der Tank irgendwann leer und die frischen, jungen Kräfte zahlten zum Teil eben auch Lehrgeld.
Lichtenberg 47 mit sehr kleinem Kader
Viele Alternativen hatte Raab ja eh nicht zur Verfügung. Die Grippe hatte zugeschlagen. Und es wurde bewusst darauf verzichtet Spieler einzusetzen, die zuvor angeschlagen gewesen waren. „Wir wollten da nichts riskieren. Wenn es um Punkte gegangen wäre, hätte das vielleicht anders ausgesehen“, erläuterte Raab die Vorsichtsmaßnahme.
So kam Hertha vor allem durch Tore in der Schlussphase dann doch zu seinem deutlichen Erfolg, als Lichtenberg eben auch die Körner oder die Erfahrung auf dem Feld fehlten. „Vielleicht war die Niederlage ein, zwei Tore zu hoch. Aber wichtiger war, dass wir überhaupt erst einmal wieder spielen konnten“, so Raab weiter, der zudem mit Finn Hoffmann (vereinslos/vormals 1. FC Union U19 ) und Muhammed Zekir Oglou (FC Viktoria) zwei Testspieler einsetzen konnte, die derzeit bei Lichtenberg 47 zur Probe vorspielen.
Graf feiert Comeback für Lichtenberg 47
„Momo ging über die ganzen 90 Minuten auf der 8er-Position und Finn immerhin rund 30 Minuten auf der rechten Schiene. Beide zeigten gute Ansätze“, so Raab.
So bliebe noch festzuhalten, dass Hannes Graf sein Comeback feiern konnte. Erstmals seit der Pokalniederlage bei Sparta am 7. September konnte der Mittelstürmer also wieder gegen den Ball treten.
Noch länger pausiert hatte Timo Schroeder. Der Neuzugang von Germania Schöneiche hatte sich in der Sommerpause beim Test ausgerechnet gegen eben diese Hertha Amateure so schwer verletzt, dass er erst jetzt sein Comeback geben konnte.
Lichtenberg 47: Dieseler (60. Cibis) – Graupner (60. Hoffmann), Goerlitz, Owczarek, Krüger, Schock Negrete – Becker – Zakir Oglou, Gawe (60. Graf) – Grießig (46. Schroeder), Millgramm (60. Felgentreff)
Tore: 0:1 Millgramm (13.), 1:1 Teil (26.), 2:1 Taus (67.), 3:1 Rölke (79.), 4:1 Rölke (82.), 5:1 Gouram (90.)
Lichtenberg 47 unterliegt Herthas U23 im ersten Test des Jahres
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