Unglücklicher Abschluss der Ostseewoche: Lichtenberg 47 unterliegt Hansa II knapp
Datum: 14.04.2026Der zweite Teil der Ostseewoche brachte für den SV Lichtenberg 47 leider keine Punkte. Bei der U23 des F.C. Hansa Rostock setzte es trotz klarer Spielanteile und deutlichem Chancenplus eine bittere 0:1‑Niederlage.
Früher Rückschlag nach individuellem Fehler
Die Partie begann intensiv, beide Teams zeigten von Beginn an hohe Bereitschaft. Gleich zu Spielbeginn setzte Lichtenberg das erste Ausrufezeichen: Nach einer Ecke von Gawes kam Reiniger per Kopf zum Abschluss, doch Maurer lenkte den Ball mit einer Glanztat über die Latte. Nur wenig später folgte jedoch der erste Nackenschlag für die 47er. Nach einem langen Freistoß ließ Torhüter Zunker den Ball fallen, Hansas Kozelnik bedankte sich und schob aus kurzer Distanz zum 1:0 ein (6.).
Dominanz, aber keine klaren Chancen
Lichtenberg reagierte gefasst und behielt die Kontrolle. Der strukturierte Aufbau über Zunker, Krüger und Owczarek sorgte für Dominanz und Sicherheit im Ballbesitz. Einziger Kritikpunkt: Im letzten Drittel fehlte die letzte Konsequenz. Angriffe wurden oft einmal zu viel abgebrochen, der letzte Pass kam nicht mit der nötigen Präzision. Möglicherweise machte sich hier auch die Belastung des dritten Spiels innerhalb von sieben Tagen bemerkbar.
Zur Pause stand ein aus Lichtenberger Sicht ärgerlicher 0:1‑Rückstand auf der Anzeigetafel im Volksstadion.
Schlüsselszene bleibt ungeahndet
Die erste Aktion nach Wiederanpfiff sollte sinnbildlich für den weiteren Verlauf stehen: Gruber setzte sich nach langem Zuspiel von Owczarek gegen zwei Gegenspieler durch und wurde im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Schiedsrichter Andy Stolz entschied jedoch nicht auf Elfmeter – eine Szene, die bei den 47ern für großes Unverständnis sorgte. Auch in weiteren Situationen haderten die Gäste mit den Entscheidungen des erfahrenen Unparteiischen.
Davon unbeeindruckt erhöhte Lichtenberg den Druck deutlich. Die Zahlen unterstreichen die Überlegenheit eindrucksvoll: 11 Eckbälle bei nur einem für Hansa, 14 Abschlüsse, davon neun Torschüsse allein in Halbzeit zwei. Rund 76 Prozent der Spielaktionen fanden nach der Pause in der Rostocker Hälfte statt.
Leidenschaftliche Defensive der Gastgeber
Trotz der optischen und statistischen Überlegenheit blieben die ganz großen Torchancen aus. Ein weiterer Kopfball von Reiniger nach einer Gawe-Flanke war noch einer der gefährlichsten Abschlüsse. Hansa verteidigte tief und kompakt im 4‑4‑2 und warf sich mit viel Leidenschaft in jeden Ball. Eigene Kontermöglichkeiten spielten die Gastgeber hingegen fahrlässig aus – auch, weil Owczarek und Goerlitz defensiv konsequent alles wegverteidigten.
Bitteres Fazit
Am Ende blieb es beim knappen 0:1. Eine unglückliche Niederlage in einem Spiel, in dem Lichtenberg 47 dominierte, sich dafür aber nicht belohnte. Konkurrent Tasmania konnte dadurch in der Tabelle wieder vorbeiziehen – vorerst.
Hansa Rostock II: Erik Maurer, Maximilian Heiden (81. Nils Schulz), Richard Bauer, Till Kozelnik, Marc Bölter, Mattes Kelm (90.+2 Mattes Krebs), Matheo Venohr, John Lukas Sauer (67. Bennett Peters), Julian Hahnel, Milosz Brzozowski (46. Moritz Rosenberg), Robin Falk
Trainer: Christian Tiffert
Lichtenberg 47: Maximilian Zunker, Cederic Becker (81. Maximilian Storm), Sebastian Reiniger, Luis Millgramm (75. Nils Grießig), Christian Gawe, John Gruber, Nick Graupner, Markus Goerlitz, Kevin Owczarek, Muhammed Zekiroglou (69. Hannes Graf), Paul Krüger
Trainer: Rudy Raab/Nils Kohlschmidt
Schiedsrichter: Andy Stolz (Pritzwalk) – Assistenten: Daniel Läser, Philip Kublank
Tor: 1:0 Till Kozelnik (6.)
Zuschauer: 210 im Volsstadion