Ausgerechnet! Wäre dies ein klassischer dpa-Fußballbericht, würde er wohl mit diesem Wort beginnen. Denn der Oberligist Lichtenberg 47 bezwingt den klassenhöheren Regionalligisten Hertha 03 Zehlendorf mit 1:0 (1:0) und zieht in die zweite Runde des Berliner Länderpokals ein. Der Schütze des goldenen Tore heißt Luis Millgramm. Und ist erst diesen Sommer aus Zehlendorf zu den Lichtenbergern gekommen. Süße Rache an seinem Ex-Klub, wo er in der Vorsaison meist im Schatten seines Zwillingsbruders Albert gestanden hatte.
Doch der Reihe nach. Der Pokalknaller der ersten Runde stieg in der HOWOGO-Arena „Hans Zoschke“ vor 689 Besuchern. Dabei musste das Trainerduo Nils Kohlschmidt und Rudy Raab auf gleich drei wichtige Stützen verzichten. Richard Ohlow laboriert an einem Muskelfaserriss, der schon sein Mitwirken in Rathenow verhinderte. Sebastian Reiniger muss derzeit Antibiotika zu sich nehmen. Und auch Stammkeeper Niklas Wollert war mit einer Erkältung unpässlich. Folglich mussten die Jungs die Kohlen aus dem Feuer holen, die zuletzt etwas im zweiten Glied gestanden hatten. Und mit einem Durchschnittsalter von 22,3 Jahren gingen die 47er die Aufgabe mit einem sehr jungen Team an!
Doch Jugend forsch war dann auf dem Platz zu bewundern. Die Hausherren begannen schwungvoll gegen eine stark durcheinandergewürfelte Elf von Hertha 03 und konnten sich dann auch in der Anfangsphase gleich belohnen. Millgramm setzte auf der linken Seite zu zu einem schönen Solo an und vollendete dann fast von der Grundlinie aus gekonnt ins lange Ecke zur frühen 1:0-Führung (7.). Die Gäste hätten eigentlich um seine Fähigkeiten wissen müssen …
Millgramm freut sich über Tor gegen Ex-Klub
„Tore zu machen ist immer schön. Und wenn es dann am Ende auch noch der Siegtreffer war, ist das umso schöner“, freute sich der 19-Jährige über seinen schon zweiten Pflichtspieltreffer der noch jungen Saison. Gegen Schwerin beim Auftakt hatte er ebenfalls nach sieben Minuten – seine Rückennummer scheint Programm – das 1:0 besorgt. Nun gegen seinen Ex-Klub wieder.
Kann so weitergehen! Millgramm schient bei Lichtenberg 47 voll angekommen. Denn auch in Rathenow konnte der Linksaußen mit einer Vorlage glänzen. Fast wäre ihm gegen den Regionalligaaufsteiger sogar ein Doppelpack gelungen, doch sein Kopfball verfehlte das Ziel knapp (58). „An meiner Kopfballtechnik muss ich noch feilen“, nahm es der 19-Jährige mit Humor.
Zur allgemeinen Überraschung konnte Zehlendorf auf den Rückstand nicht wirklich reagieren. Erst nach etwas mehr als 20 Minuten meldeten sich die Gäste im Spiel an, ohne aber groß zu Chancen zu kommen.
Lichtenberg 47 hält Powerplay stand
Zittern musste Lichtenberg 47 vor allem im zweiten Durchgang schon ein bisschen. Denn die Zehlendorfer machten mächtig Betrieb. „Die hatten einen Riesenübergewicht in Sachen Ballbesitz. Aber wir haben wenig zugelassen. Wir wollten die Räume eng halten, denn das ist ihre große Stärke, wenn sie Platz haben und auf den Gegner zu rollen. Das ist uns sehr gut gelungen“, so Trainer Rudy Raab.
Da die 47er mit zunehmenden Spieldauer auch immer wieder versuchten, Nadelstiche zu setzen, den Gegner beschäftigten, konnten die Gäste aus ihrem Powerplay nichts Zählbares mehr rausschlagen. Auch weil Keeper Jonas Dieseler bei den wenigen Möglichkeiten der Herthaner zur Stelle war.
Positiv wirkten sich zudem die Einwechselungen in der zunehmend zur Abwehrschlacht geratenen Partie aus. Die, die reinkamen, haben sofort Energie gebracht. Alle waren sehr fleißig, haben alles zugelaufen oder den Fuß vorgehalten. Zehlendorf konnte in der Schlussphase gar nicht mehr richtig zur Entfaltung kommen, zollte Raab der jungen Truppe ein Kompliment.
Lichtenberg zog nicht unverdient in Runde zwei ein. Und in der hofft Raab mal auf ein etwas leichteres Los. „Man muss zwar auch gegen Mannschaften aus den unteren Ligen erst einmal gewinnen. Die werden dann ja mit den Mitteln operieren, die wir gegen Zehlendorf angewandt haben, aber es wäre trotzdem schön, wenn wir nicht gleich nochmal wieder gegen einen Regionalligisten ran müssen“, so Raab.
(M.B.)
Statistik
Lichtenberg 47: Jonas Dieseler – Magnus Rösner, Kevin Owczarek, Paul Krüger – Cedric Becker (79. Abdul El Challouf) – Willi Noack, Mika Gabelmann (74. Rahim Ceesay), Laurin Vogel – Florian Zorn (70. Nils Grießig), Jeronimo Mattmüller (85. Muhammed Akova), Luis Millgramm (90. Cedric Kamdem)
Trainer: Rudy Raab / Nils Kohlschmidt
Hertha 03: Nash-Daniel Amankona – Marc Enke, Gabriel Figurski Vieira, Marius Ihbe (59. Abdulkadir Beyazit), Gentuar Durmishi (79. Benjamin Nwatu), Furkan Yildirim (46. Serhat Polat), Eric Stiller, Oskar Praus (46. JOnas Burda), Jonas Hartl, Mateo Kastrati, Elias Tamim (46. Cenker Yoldas)
Trainer: Robert Schröder
Tor: 1:0 Luis Millgramm (8.)
Schiedsrichter: Kai Kaltwaßer (Weissenseer FC) – Assistenten: Pascal Wien, Thimo Hendrik welk
Zuschauer: 689 in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“
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