Am Mittwoch Abend reiste unser 1. Frauen Team zu den Ligakonkurrentinnen von Türkiyemspor Berlin. Den Tag zuvor duellierten sich unsere B-Mädchen auf dem gleichen Platz und mussten sich mit einem 1:0 geschlagen geben, obwohl die kämpferische Leistung für Punkte gesprochen hätte.
Obwohl das Team der Frauen von Türkiyemspor gerade erst in die Verbandsliga aufgestiegen ist, gelang der Start in das neue Ligageschehen erfolgreich und es galt für die Gegnerinnen den 2. Platz der Tabelle zu verteidigen.
Unser Team reflektierte die vergangenen Spieltage die letzte Woche erfolgreich, wodurch die Aufgabenteilung für das Spiel gegen Türkiyemspor gut zwischen dem Trainerstab und dem Kader kommuniziert wurde. Die Aussprache verhalf nicht nur zu einer Motivationsumstellung, sondern das Spielsystem wurde für den kommenden Gegner angepasst.
Mit einem aggressiven Angriffspressing überraschten wir Türkiyemspor und baten den Gastgeberinnen keinen Raum, das Spiel zu kontrollieren. Durch die sichtliche Überforderung unserer Gegnerinnen, gewannen wir die wichtigen Zweikämpfe und dominierten das Spielgeschehen. Unser körperbetonte Spielstil zahlte sich aus und so war es nur eine Frage der Zeit, bis Leonie Meyer in der 35’ Minute die Führung brachte.
In den letzen Minuten der ersten Halbzeit ergab sich für Türkiyemspor die einzige Großchance, die Jasmin Wartenberg gekonnt zu parieren wusste.
Nachdem in der Pause die Kräfte auf beiden Seiten wieder aufgetankt wurden, stellte Türkiyemspor auf eine 3/5/2 Formation um, worauf die 47erinnen sofort reagierten. Durch den Anpfiff der zweiten Halbzeit spitzelte sich das Spielgeschehen zu, wobei verbale Angriffe von Zuschauer*innen aber auch Gegenspieler*innen von uns toleriert werden mussten. Die Aggressivität spiegelte sich auch in den Zweikämpfen wieder und so kam es zu zahlreichen Auseinandersetzungen und Fouls. Dabei verletzten sich zwei unserer Spielerinnen, wovon eine den Platz nicht mehr selbstständig verlassen konnte. Die Reaktionsschnelligkeit des Unparteiischen war aus der Perspektive der 47erinnen zu langsam und so wurden erst ab der 90’ Minute mit Karten durchgegriffen. Leider glitt das Spiel weiter aus den Händen des Schiedsrichters und die 6 minütige Nachspielzeit endete mit einem Elfmetertor für unsere Gegnerinnen.
Obwohl die Punkteteilung durch das späte Gegentor einen bitteren Beigeschmack hat, lässt sich durchaus positiv in die Zukunft blicken. Die Frauen von Lichtenberg 47 waren beim Spiel gegen Türkiyemspor nicht wieder zu erkennen und scheinen den Spaß am Spiel neu entdeckt zu haben. Die zahlreichen Gespräche und die Motivation durch das neue Platzgelände zeigen ihre Wirkung und die Spannung für das kommende Punktspiel steigt. Die 47erinnnen dürfen am Sonntag den 22. Oktober die Frauen von Borussia Pankow 1960 e.V. auf der neuen Spielanlage in der Hohenschönhauser Straße begrüßen.
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