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Negrete Schock(t) die Veilchen! Lichtenberg gewinnt Drama bei TeBe mit 4:3

Drama, Baby, Drama! Siebentorespektakel im Mommsenstadion vor 451 Besuchern. Mit einem echten Schockmoment für die Hausherren. Samir Schock Negrete machte seinem Namen alle Ehre und verpasste Tennis Borussia in der achten Minute der Nachspielzeit einen Schockmoment. Mit dem späten 4:3 (1:1) schickte Lichtenberg die Veilchen ins Tal der Tränen.

Kein Spiel für schwache Nerven. Drei Mal geführt, drei Mal den Ausgleich kassiert. Emotionen pur in Charlottenburg. Und die setzten sich auch nach dem Schlusspfiff fort, als es zu einer heftigen Rudelbildung kam, ohne dass aber Schiedsrichter Schlecht aus Leipzig irgendwas fahndungswürdiges observiert hatte. Mit seine beste Tat an diesem Tag. Aber genug vom Unparteiischen.

Kommen wir lieber zurück zum Spiel und da vor allem zur Schlussphase. Die riss alle von ihren Plätzen. Die letzten zehn Minuten – inklusive Nachspielzeit – hatten es in sich. Erst erzielte Luis Millgramm das umjubelte 3:2 für die Gäste (87.). Nicht einmal unverdient zu diesem Zeitpunkt. Die heftigen Proteste der Lila-Weißen, dass Millgramm im Abseits gestanden hätte, fanden beim Unparteiischen kein Gehör.

Feuer in der Partie in der Schlussphase

Nun war endgültig Feuer drin. Und dann glich TeBe in der Nachspielzeit sogar erneut aus. Ebrima Jobe, der sich zuvor in der besten Phase der Charlottenburger mit Lichtenbergs Torsteher Maximilian Zunker ein Privatduell geliefert hatte, konnte den Schlussmann der 47er doch noch überwinden. Das 3:3 für die Veilchen in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

Alles für die Katz? Nicht doch! Diese 47er geben sich einfach nicht geschlagen, selbst wenn die Umstände misslich schienen. Der erst in der 90. Minute eingewechselte Samir Schock Negrete drosch humorlos eine Kopfballverlängerung von Sebastian „Bobby“ Reiniger mit seiner linken Klebe in die Maschen.

Rudelbildung nach dem Schlusspfiff

Unmittelbar danach der Abpfiff. Eine einzige Jubeltraube in Rot. Gefolgt von spontanen Wortgefechten und hitzigen Anfeindungen der Lila-Weißen. Die Rudelbildung dauert zwar etwas an, löste sich aber ohne größere Vorkommnisse auf.

Ja, meine lieben Lila-Weißen, so etwas ist bitter zu verknusen. Zumal sich die Hausherren nach allen Gegentoren nie hängen ließen. Den frühen Rückstand durch John Gruber (13.) konnte Fabian Klawa per Kopf egalisieren (30.). Reinigers erneuten Führungstreffer für die 47er nach Wiederanpfiff (52.) glich Isik postwendend aus. Auch Millgramms vermeintlichen Siegtreffer machten die Hausherren kurz darauf zunichte (90. + 2).

Lichtenberg bleibt Tas auf den Fersen

Tasmania – am Freitag mit 3:0 siegreich gegen Eintracht Mahlsdorf – drohte zu enteilen. Doch mit dem 4:3 stellte der Deutsch-Bolivianer den alten Drei-Punkte-Abstand wieder her. Und die Neuköllner haben ja ein Spiel mehr auf dem Buckel …

Der Schütze des goldenen Tores: Samir Schock Negrete (r.) markiert den 4:3-Siegtreffer. Foto: Mike Menze

Ein gelungener Ausflug für die 47er also. Vor allem für den 21-jährigen Schock Negrete. Mehr Jokerglück geht ja kaum. „Das war ein unglaubliches Gefühl. Mein erstes Tor für Lichtenberg. Mein erstes in der Oberliga. Und dann noch so ein wichtiges“, freute der 21-jährige linke Schienenspieler.

Rudy Raab jubelt über den Last-Minute-Sieg

„So ein Last-Minute-Sieg ist das höchste der Gefühle. Wenn dann der Schiri abpfeift und alle da hin rennen zum Jubeln nach einem Spiel, wo man gefühlt schon wieder zwei Punkte hat liegen lassen, dann ist das natürlich der schönste aller Siege“, freute sich auch Trainer Rudy Raab nach dem Schlusspfiff.

Weiter geht es es für unsere 47er am kommenden Sonntag bei TuS Makkabi. Anstoß ist um 12 Uhr,

 

 

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Tennis Borussia3
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SV Lichtenberg 474

Tennis Borussia: Dyck – Klawa, Ceesay, Pourfard (73. Iraki) – Kolobaric, Danko, Martens (90.+6 Emini), Kastrati – Isik (79. Sey), Dethlefs, Jobe

Lichtenberg 47: Zunker – Goerlitz, Krüger, Ohlow – Becker – Jurschik (73. Graupner), Ceesay (65. Alfer), Millgramm – Gawe (90. Schock-Negrete) – Reiniger, Gruber (90. Grießig)

Schiedsrichter: Schlecht (Leipzig)

Tore: 0:1 Gruber (13.), 1:1 Klawa (30.), 1:2 Reiniger (52.), 2:2 Isik (53.), 2:3 Millgramm (87.), 3:3 Jobe (90.+2), 3:4 Schock-Negrete (90.+8)

Zuschauer: 451

Gelbe Karten: Isik, Pourfard, Klawa, Iraki, Kolobaric – Gawe, Gruber, Reiniger

#WIRFÜR47

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