Millgramm dreimal zur Stelle – Hattrick zur gelungenen Revanche
Datum: 18.03.2026Lichtenberg 47 gewinnt das Heimspiel gegen Siedenbollentin souverän mit 3:1, revanchiert sich damit für die schmerzhafte 3:4-Hinspielniederlage eindrucksvoll und bleibt Tasmania im Titelrennen auf den Fersen. Trotz schwieriger personeller Voraussetzungen – unter anderem den langfristigen Ausfällen von Leon Alfer und Stammtorwart Jonas Dieseler – zeigten die Berliner eine äußerst konzentrierte Leistung. Nils Kohlschmidt musste zudem auf seinen rotgesperrten Kollegen Rudy Raab verzichten, der die Partie von der Tribüne aus verfolgte.
Dominante Anfangsphase der Hausherren
Von Beginn an übernahm Lichtenberg die Kontrolle und präsentierte sich taktisch gut strukturiert, zweikampfstark und spielfreudig. Bereits in der Anfangsphase entwickelten die Gastgeber einen hohen Druck, aus dem die frühe Führung resultierte. Nach energischem Nachsetzen von Gruber, der einen schon verloren geglaubten Ball nachsetzte und präzise flankte, köpfte Luis Millgramm in der 13. Minute zum 1:0 ein. Es war der Auftakt zu einem starken Auftritt des Offensiv-Wirbelwinds, der noch vor der Pause zwei weitere Treffer folgen ließ.
Millgramm wirbelt – Hattrick entscheidet die erste Halbzeit
In der 21. Minute nutzte Lichtenberg einen schnellen Ballgewinn von Zekiroglu im Mittelfeld. Über Gawe gelangte der Ball erneut zu Millgramm, der eiskalt durch die Beine des Keepers vollendete. Kurz vor der Halbzeitpause machte der Außenstürmer seinen lupenreinen Hattrick perfekt, als er nach einem tiefen Pass von Gawe den herauseilenden Torhüter per Heber überwand (41.). Die 3:0-Führung war verdient, hätte allerdings noch deutlicher ausfallen können: Kapitän Reiniger vergab eine Großchance, die das Ergebnis schon vor dem Seitenwechsel weiter hätte hochschrauben können.
Chancen nach der Pause – Aluminium-Pech
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb Lichtenberg die aktivere Mannschaft und kam zu mehreren klaren Möglichkeiten. Gruber traf mit einem wuchtigen Abschluss die Unterkante der Latte; viele Zuschauer hatten den Ball dabei bereits hinter der Linie gesehen. Millgramm verpasste wenig später seinen vierten Treffer, als erneut der Querbalken dem Lichtenberger Torerfolg im Wege stand.
Eidtner trifft aus dem Nichts – zerfahrene Schlussphase ohne Folgen
Die Mecklenburger, bis dahin offensiv kaum präsent, meldeten sich in der 57. Minute aus dem Nichts zurück. Torjäger Eidtner nutzte eine Unachtsamkeit der Lichtenberger Defensive und traf mit einem sehenswerten Schlenzer in den Winkel zum 3:1. Der Anschlusstreffer stellte den Spielverlauf zwar auf den Kopf, änderte jedoch nur wenig an der Kräfteverteilung. Zwar agierten die Gäste nun mutiger, dennoch blieb Keeper Jarmo Cibis bei seinem Startelfdebüt weitgehend beschäftigungslos.
Das Spiel verlor in der Folge jedoch an Struktur und Qualität. Viele Unterbrechungen, zahlreiche Wechsel und kleine Fouls prägten die restliche Spielzeit, sodass kaum noch flüssige Kombinationen zustande kamen und beide Mannschaften nur selten zu klaren Abschlüssen fanden. Am Ende blieb es beim verdienten 3:1-Erfolg für die 47er, die nicht nur die Hinspielpleite wettmachten, sondern auch wichtige Punkte im Aufstiegsrennen holten. Beim schweren Auswärtsspiel bei Eintracht Mahlsdorf nächste Woche wird über 90 Minuten eine Top-Leistung erforderlich sein!
Lichtenberg 47: Jarmo Cibis, Sebastian Reiniger (88. Nils Grießig), Richard Ohlow (63. Markus Goerlitz), Luis Millgramm, Christian Gawe, John Gruber (72. Hannes Graf), Kevin Owczarek, Muhammed Zekiroglou (72. Maximilian Storm), Rahim Ceesay (46. Cederic Becker), Paul Krüger, Ansgar Grothaus
Trainer: Nils Kohlschmidt
SV Siedenbollentin: Nicolas Delpino, Carlos Hartig, Tim Kortüm (86. Jannes Harsch), Tom Selchow, Daniel Eidtner, Lukas Knechtel (86. Ande-Finjas Müller), Lukas Möller, Ben Tiede, Dustin Keil, Peterson Appiah, Tom Kliefoth
Trainer: Christoph Haker
Schiedsrichter: Max Göldner (Bad Saarow) – Assistenten: Tim Gerstenberg, Andy Stolz
Tore: 1:0 Luis Millgramm (12.), 2:0 Luis Millgramm (21.), 3:0 Luis Millgramm (36.), 3:1 Daniel Eidtner (57.)
Zuschauer: 666 in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“
