
Heute war der Tabellenzweite TSV Helgoland bei uns zu Gast. Aufgrund der Sperrung des Stadions mussten wir in der Bornitzstrasse spielen. Nachdem wir in den letzten Wochen große personelle Probleme hatten, konnten wir heute wieder auf eine vollständige Mannschaft zurückgreifen, die hoch motiviert in dieses Spiel ging, es aber vergaß, „den Sack zu zu machen“ und am Ende durch eine gravierende Fehlentscheidung um den Lohn ihrer Mühe gebracht wurde.
Aufstellung:
Schrödter – Seiberl, Döring Th., Schäfer, Witteck – Thiele, Britting, Storch (70. Döring T.), Runde (45. Weichelt) – Gorbatyuk, Almamy
Bericht:
Die ersten zehn Minuten des Spiels begannen recht verhalten, da sich unsere Mannschaft erst finden mußte. Danach nahmen unsere Spieler das Heft des Handelns in die Hand und erspielten sich gute Chancen und ein Übergewicht. Unser Gast aus Mariendorf war aber immer mal wieder durch Standardsituationen gefährlich. Eine dieser Situationen führte dann in der 19. Minute, als wir nach einer Ecke nicht konsequent zum Ball gingen und ein Spieler des TSV Helgoland einfach irgendwie gegen des Ball trat, zum 1:0 für unseren Gast. Unsere Mannschaft ließ sich jedoch durch diesen Rückstand nicht beeindrucken und spielte weiter nach vorne. Aufgrund unserer mangelnden Chancenverwertung dauerte es bis zur 34. Minute ehe wir nach einer guten Kombination über die rechte Seite den Ausgleich erzielen konnten.
Nach dem Wechsel änderte sich am Kräfteverhältnis nichts, außer dass wir jetzt darauf achteten Standardsituationen zu vermeiden. Ab der 60. Minute verlor unsere Mannschaft dann etwas den faden und Helgoland kam besser ins Spiel, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Ab der 70. Minute übernahmen wir dann wieder das Kommando und und konnten in der 77. Minute nach einem guten Diagonalball und einer Direktabnahme in Führung gehen. In den folgenden Minuten bot sich uns mehrfach die Chance, das Ergebnis auszubauen, aber entweder stand uns das Lattenkreuz oder die eigene Unfähigkeit den Ball aus vier Metern über die Linie zu bringen im Wege. Ein taktisches Fehlverhalten auf dem rechten Flügel und eine Unaufmerksamkeit in der Mitte führten dann in der 87. Minute zum Ausgleich. Dies war aufgrund des Spielverlaufs schon sehr ärgerlich, aber nur drei Minuten später sollte es noch schlimmer kommen: Wieder erlangten wir auf der rechten Seite keinen Zugriff, der Ball wurde in die Mitte gespielt, ein Spieler des TSV Helgoland schoss und traf einen einen halben Meter vor der Torlinie stehenden Mitspieler, von dem der Ball ins Feld zurückprallte. Darauf pfiff der Schiedsrichter, die daraufhin wütend protestierenden Spieler des TSV Helgoland, die glaubten, er habe auf Abseits erkannt, beruhigten sich schnell als er zu unserem erstaunen und Entsetzen auf den Anstosspunkt zeigte und auf Tor entschied. In den zwei Minuten Nachspielzeit rannten wir noch einmal an, aber wir konnten kein Tor mehr erzielen.
So wurde unsere Mannschaft durch Pech und schlechte Chancenverwertung, um den Lohn ihrer guten Leistung gebracht. In Zukunft müssen wir unsere Konzentration im Abschluss verbessern und unsere wieder in den Kader zurückgekehrten Spieler benötigen Spielpraxis, um in den letzten beiden Hinrundenspielen Erfolgserlebnisse zu erzielen, damit wir in der Rückrunde mit dem notwendigen Selbstvertrauen zeigen können, welches Potential diese Mannschaft eigentlich hat, wenn wir von extremem Verletzungspech verschont bleiben.
Tore:
Gorbatyuk (34.), Weichelt (77.)